Grundsteinlegung

Am Freitag, den 20. April 2012, gegen Mittag wurde es zuerst einmal ungewohnt ruhig auf der Baustelle. Man hörte auf zu arbeiten. Ein Bagger wurde so hingestellt, dass er einen Torbogen bildete für die Gäste, die nach und nach in die Baugrube strömten. Sie kamen, um vor der imposanten Kulisse der Bohrpfahlwände die Grundsteinlegung des GERBER zu feiern.

Und dann wurde es wieder laut: Die Kleine Tierschau trat auf. Die schwäbische Kleinkunstgruppe macht Musik-Comedy und hat ihr Büro „gleich ums Eck“. Sie sorgte für Stimmung in der Baugrube – natürlich durfte auch ihr Hit „Beddo“ nicht fehlen (schwäbisch für Beton, vgl. Video unten).

Ein rundum aufgewertetes Viertel
Dr. Frank Lebsanft, Geschäftsführer bei der PHOENIX Real Estate Development GmbH, begrüßte im Anschluss die über 400 Gäste: Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sowie Investoren, Planer, Baubeteiligte, Vermarkter, künftige Mieter. Und vor allem die Nachbarn – Bewohner, Ladenbesitzer, Vertreter der Schulen und Kindergärten. Sie haben zurzeit mehrere Baustellen auszuhalten, aber: Sie dürfen sich auf ein rundum aufgewertetes Viertel freuen, wenn die Projekte abgeschlossen sind – insbesondere auch auf die Marienstraße und die Tübinger Straße, die verschönert werden.   

Dies bekräftigte Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster: Das Projekt sei ein Beitrag zur Stuttgarter Stadtentwicklung. Er dankte der Württembergischen Lebensversicherung, der das Areal gehört. Sie bekenne sich zu Stuttgart, indem sie 250 Millionen Euro für das Projekt aufbringe und dadurch 800 Arbeitsplätze schaffe.

Für die Zukunft sorgen
Dr. Alexander Erdland, Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot & Württembergische AG, sagte, dass das Engagement neben einem Beitrag zur Stadtentwicklung auch eine gute Kapitalanlage für das Vorsorgegeschäft sei. Norbert Heinen, Vorstandsvorsitzender der Württembergischen Lebensversicherung AG und der Württembergischen Versicherung AG, fügte hinzu, dass man in Zeiten von Eurokrise, Finanzkrise und Staatsschuldenkrise froh sei, das Geld der Kunden „in diese Grube legen zu können“. In der Hoffnung, dass es nach der Eröffnung des GERBER mit Zins und Zinseszins zurückwachse.

Ebenfalls im Sinne der Zukunftsvorsorge überreichte Norbert Heinen dem Geschäftsführer des Kinder- und Familienzentrums St. Josef einen Check von 5.000 Euro.

Die Kinder vom Zentrum St. Josef ließen Ballons steigen und zogen mit Geschenken des Ankermieters EDEKA von dannen. Und in der Baugrube schritt man zum Akt der Grundsteinlegung selbst: Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster, Dr. Alexander Erdland, Norbert Heinen und Dr. Frank Lebsanft unterschrieben die Grundstein-Urkunde, füllten die Grundsteinkassette und versenkten sie im symbolischen Grundstein.

Die Arbeit geht weiter
Die Kleine Tierschau heizte aufs Neue tüchtig ein, die Gäste standen bei Speis und Trank noch etwas zusammen, und als die letzten das Gelände verließen, waren schon wieder Baugeräusche zu hören: Die Arbeit geht weiter. Es gibt noch viel zu tun, bis man sich im Jahr 2014 zur Eröffnung des GERBER wieder trifft.

„Oooh, Beddo!“ live in der Baugrube
Video: Rainer Mann

Grundsteinlegung
Grundsteinlegung. Von links nach rechts: Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster, Norbert Heinen, Dr. Alexander Erdland und Dr. Frank Lebsanft. Über die Schulter schaut Michael Gaedt von der Kleinen Tierschau.
Bild: Arne Klett
Die Kleine Tierschau im Bagger
Der Abgang der Kleinen Tierschau.
Bild: Andrzej Jan Estko
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