Bild: Andrzej Jan Estko

Baugrubenverbau

Der Baugrubenverbau stabilisiert und sichert den Rand der Baugrube mit sogenannten Bohrpfahlwänden: Man dreht Stahlrohre in den Boden, bohrt die Erde aus, installiert im Leerraum Bewehrungskörbe für die Armierung, füllt diese mit Beton und zieht die Rohre anschließend wieder heraus.

Auf der GERBER-Baustelle drehten wir im September 2011 das erste Stahlrohr in den Boden. Es arbeiteten phasenweise bis zu vier Bohrgeräte gleichzeitig. Im Juni 2012 waren die Bohrpfahlwände fertig: rund 700 Betonpfähle von 60 bis 90 Zentimetern Durchmesser, manche davon bis zu 20 Meter lang.

Die Gesamtlänge der Pfähle beträgt zirka 10.000 Meter – das ist 50-mal die Höhe des Stuttgarter Fernsehturms. Wir haben dafür 11.000 Tonnen Betonstahl verwendet, 400 Tonnen Baustahl und mehrere Hundert Kubikmeter Beton. 

Schräg durch die Bohrpfahlwand gebohrte Anker fixieren die Pfähle rückseitig. Aneinandergereiht würden diese Anker eine Strecke von 30 Kilometern abdecken – also zum Beispiel von Stuttgart bis nach Tübingen reichen.

Vor dem Bohren wurden die betreffenden Stellen auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg sondiert – zum Glück immer ohne Alarm. 

Auch sonst verlief der Baugrubenverbau, den die Firma IMI Igor Martinoff Ingenieure plante und die Harald Gollwitzer GmbH ausführte, ohne Zwischenfälle.

Baugrube mit Bohrpfahlwänden
Im Mai 2012, kurz vor Abschluss des Baugrubenverbaus
Bohrarbeiten
Bohrbeginn am 21. September 2011
Bewehrungskörbe
Bewehrungskörbe für die Armierung
Anker
Anker fixieren die Bohrpfahlwände.
Bohrer
So wurden die Anker gebohrt.Der Schredder in Aktion

Bilder: Andrzej Jan Estko
...
...